241
Jahre

14.09.2020

Hopfenzupfen im Schützengarten

Unser 1. Hopfenzupfer-Fest

Den frisch geernteten, grünen Hopfen zupfen und dann den Sud für das Hopfenzupfer-Bier ansetzen: Am letzten Samstag trafen sich Bierliebhaberinnen und Bierliebhaber aus der Region zum 1. Hopfenzupfer-Fest der Brauerei Schützengarten. Im November ist dann das erste Hopfenzupfer-Bier aus dem Hause Schützengarten bereit für die Verkostung. 

Der Hopfen ist das Gewürz des Bieres und verleiht dem Bier seinen unvergleichlichen Geschmack. Wird der Hopfen üblicherweise gedarrt und so lagerfähig gemacht, bietet die Hopfenernte mitte September einmal im Jahr die Möglichkeit, den noch frischen, grünen Hopfen zu verbrauen. Die Brauerei Schützengarten hat diese Chance gepackt und für vergangenen Samstag Bierliebhaberinnen und Bierliebhaber aus der ganzen Schützengarten-Region zum 1. Hopfenzupfer-Fest in den Schützengarten eingeladen. Unter strengen, Corona-bedingten Schutzmassnahmen zupften die Gäste von Hand unter Anleitung von Richard Reinart, dem Technischen Direktor der Brauerei Schützengarten, den am gleichen Morgen im zürcherischen Unterstammheim geernteten frischen Hopfen. In geselliger Runde machten die Bierfans den Hopfen bereit für die Weiterverarbeitung. Anschliessend konnten die Hopfenzupferinnen und Hopfenzupfer verfolgen, wie der Sud für das erste Grünhopfen-Bier im Sudkessel eingebraut wurde. Begleitet wurde der Anlass mit interessanten Anweisungen von Richard Reinart und einem Hopfenbauer. Bis das mit dem handgezupften Hopfen veredelte Bier zum Verkosten bereit ist, werden aber noch sechs bis acht Wochen vergehen. Das erste Hopfenzupfer-Bier der Brauerei Schützengarten soll im November in 33cl-Bügel-Flaschen in den Verkauf gehen. Mit diesem Bier legt die Brauerei Schützengarten den Grundstein für eine künftige Serie mit Saison-Bieren.

Vom Feld ins Bier

Grünhopfen-Biere können nur während der Hopfenernte gebraut werden und sind deshalb eine saisonale Bierspezialität. Die Verarbeitung des grünen Hopfens muss in den ersten Stunden nach der Ernte erfolgen. Der frische Hopfen besteht zu 80% aus Wasser und beginnt nach der Ernte schnell zu verrotten. „Schnell“ bedeutet, innerhalb weniger Stunden. Das Brauen mit frischen, ungedarrten Hopfen-Dolden untersteht deshalb dem Prinzip „vom Feld ins Bier“. 

In der Schweiz noch kaum bekannt, gehören Grünhopfen-Biere in Deutschland zur Brautradition. Dabei ist Grünhopfen-Bier kein eigener Bierstil. Im Prinzip kann jedes Bier, bei dem das Hopfenaroma im Vordergrund steht, ein Grünhopfen-Bier werden. Zum Brauen benötigt man gewichtsmässig fünf- bis sechsmal mehr frischen Hopfen, verglichen mit der Menge getrockneten Hopfens. Grünhopfen-Biere zeichnen sich durch melonige, grasige Noten aus. Die frischherbe Bitterkeit steht auf jeden Fall im Mittelpunkt des Genusses.

 

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