Bier brauen

Sämtliche Biere aus der Brauerei Schützengarten sind das Resultat der Verbindung von Moderne und Tradition. Die Erfahrung von über 230 Jahren vereint unser Braumeister mit einer der modernsten Produktionsanlagen der Schweiz und viel kreativem Geschick. Eine innovative Verbindung zwischen Natur, Kultur und Handwerk.

Zum unverkennbaren Geschmack der Schützengarten-Biere, trägt auch das Fingerspitzengefühl unseres Braumeisters bei der Auswahl der Rohstoffe bei. Unsere spezielle zweizeilige Braugerste, der feine Aromahopfen und das kalkarme Wasser machen Schützengarten so unvergleichlich.

Rohstoffe

Gerstenmalz

Um die Braugerste für die Bierherstellung verwendbar zu machen, wird sie in der Mälzerei im Wasser geweicht und zum Keimen gebracht. Weil der Keimling die im Korn enthaltene Stärke als Nahrung benötigt, bilden sich Enzyme, welche die Zellwände abbauen und somit die Stärke wasserlöslich machen. Dadurch wird später beim Brauen das Herauslösen der Inhaltsstoffe und die Verzuckerung der Stärke ermöglicht.
Der Grundstein für die Farbe und den Geschmack des Bieres wird also bereits in der Mälzerei durch die Variation der Parameter Zeit, Feuchtigkeit, Temperatur und Belüftung gelegt. Das Malz kann süsslich bis würzig schmecken, und sein Farbspektrum reicht von Hellbeige über Braun bis Schwarz.

Hopfen

Zum Brauen werden die Fruchtzapfen, die sogenannten Dolden, der unbefruchteten weiblichen Pflanze verwendet, welche edle Aroma-, Bitter- und Gerbstoffe enthalten. Hopfen verleiht dem Bier den angenehm bitteren Geschmack und, je nach Biertyp, auch einen hopfigen Geruch. Zudem übt er einen günstigen Einfluss auf die Haltbarkeit und die Schaumbildung des Bieres aus.

Wasser

Wasser bildet mit einem Anteil von über 90 Prozent den Hauptbestandteil von Bier und ist für den Brauer von entscheidender Bedeutung. Die Qualitätsansprüche der Brauer liegen in der Regel über denjenigen für Trinkwasser. Es muss frisch, kalkarm und biologisch einwandfrei sein.

Hefe

Damit die Bierwürze zum Gären kommt, wird spezielle Bierhefe zugesetzt. Sie hat wesentlichen Anteil am Charakter und Geschmack eines Bieres. Hefen sind mikroskopisch kleine Pilze, die in unterschiedlichen Stämmen fast überall in der Luft existieren. Zum Bierbrauen werden in den Brauereien Hefe-Reinkulturen herangezogen, also Stämme völlig identischer Heferassen, um eine gleichbleibende Bierqualität zu gewährleisten.

Es werden prinzipiell zwei Hefetypen unterschieden: Unter- und obergärig. Beide Hefetypen sind zwar nahe miteinander verwandt, prägen jedoch den Biercharakter auf ganz verschiedene Weise und verleihen dem fertigen Bier einen hefetypischen, unterschiedlichen Geruch und Geschmack. In der Schweiz werden die Hauptbiersorten mit untergärigen Bierhefen vergoren.

Die Brauerei Schützengarten AG produziert als fast einzige Brauerei in der Schweiz ihre eigene Hefe.

Herstellung

Brauen

Im Sudhaus wird das geschrotete Malz in der Maischepfanne mit Brauwasser gemischt.
Die entstandene Maische wird stufenweise erhitzt, wobei die Stärke zu Malzzucker abgebaut wird.
Im Läuterbottich wird die Maische von unlöslichen Bestandteilen getrennt. Der Rückstand (Malztreber) dient als Tierfutter. In der Würzepfanne wird die gewonnene Flüssigkeit, die Bierwürze, mit Hopfen versetzt und gekocht. Die noch heisse Würze fliesst danach zur Klärung durch den Whirlpool und wird abgekühlt.

Gärung

Im Gärtank formen sich durch die Gärung nach einigen Stunden prächtige Schaumgebilde auf der Oberfläche, Kräusen genannt. Nach etwa einer Woche ist die Hauptgärung beendet, aus der Würze ist Jungbier entstanden.

Lagerung

Im Lagertank folgt die Nachgärung, Reifung und Klärung des Jungbieres. Das Bier wird während der Lagerung auf Temperaturen um den Gefrierpunkt abgekühlt.

Durch den Druck im Tank sättigt sich das Bier mit eigener natürlicher Kohlensäure, was eine grosse Bedeutung für Schaumbildung, Geschmack und Bekömmlichkeit hat.

Filterung

Nach einigen Wochen hat das Bier seine Konsumreife erreicht. Es wird nun vor der Abfüllung glanzfein filtriert oder naturbelassen (die Hefe ist noch im Bier enthalten).

Abfüllung

Zum Vermeiden von Kohlensäureverlust und Schaumbildung wird das Bier unter Gegendruck in Fässer (Keg, Container), Einweg-, Mehrwegflaschen, Dosen oder das sogenannte Gastro-Tanksystem (Bier-Drive) abgefüllt.

Bereits verwendete, intakte Fässer und Mehrwegflaschen werden vor der Füllung gründlich gereinigt. Alle Gebinde müssen gemäss den gesetzlichen Vorschriften etikettiert werden, z. B. mit Sorte, Alkoholgehalt, Zutaten, Hersteller.

Qualitätskontrollen

Es erfolgen regelmässig Qualitätskontrollen auf allen Stufen der Bierherstellung, das heisst von den einzelnen Rohstoffen bis hin zum fertig verpackten Bier. Dabei werden sowohl sensorische Kontrollen als auch Labortests durchgeführt.

Das Ziel ist die Gewährleistung einer möglichst gleich bleibenden Qualität und das rechtzeitige Erkennen von Fehlern.

Schützengarten mit eigenem Wasserkraftwerk

An der Sitter bei Wittenbach betreibt die Brauerei Schützengarten seit 1895 ein eigenes Wasserkraftwerk. Die letzte Totalerneuerung fand 2003 statt. Mit einem Gefälle von 13.5 m und einem Wasserdurchsatz von 4.0 m3/s wird eine Wirkleistung von bis zu 470 kW erzeugt. Die Jahresproduktion liegt im Durchschnitt bei über 3 Millionen kWh. Damit wird erheblich mehr Strom erzeugt, als in der Brauerei benötigt wird. Der Überschuss wird in das öffentliche Netz eingespeist.

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